Entwicklung und Test von Hardware und Algorithmen zur Verbesserung
der verfügbaren Datenrate und erzielbaren Reichweite bei digitalen
Übertragungssystemen
Für aktuelle und zukünftige digitale Kommunikationssysteme wie
Wireless LAN (IEEE 802.11), Ultrawide-band (IEEE 802.15.3b), Wireless
MAN (IEEE 802.16), GSM/GPRS, UMTS, RFID, Bluetooth (IEEE 802.15.1),
DAB, DVB-T, etc. werden neue Hardware Komponenten, Algorithmen
und Verfahren entwickelt, die Reichweite, Kapazität und Übertragungs-
rate bestehender Systeme verbessern. Hierzu zählen u. a. Diversitäts-
verfahren, intelligente Antennen (MIMO Systeme), Handoversteuerung,
Mobilitätsmanagement etc.
Aufbau der übertragungstechnischen Komponenten einer inhomogenen
Netzinfrastruktur zu Testzwecken
Um die oben aufgeworfenen Fragestellungen behandeln zu können,
muss eine entsprechende Plattform geschaffen werden, welche die
verschiedenen aktuelle Übertragungssysteme und deren Dienste
bereitstellt. Hierzu müssen geeignete Testverfahren entwickelt werden,
die eine Evaluierung der neuen Komponenten ermöglichen.
Evaluation und Beurteilung aktueller und zukünftiger Übertragungs-
systeme, um eine Einbindung in die Netzinfrastruktur vorzubereiten
Neuere Systeme wie WMAN (IEEE 802.16) und Ultrawideband (IEEE
802.15.3a) sollen, sobald verfügbar, auf ihre Eignung zur Erweiterung
der Testumgebung geprüft werden. Hierbei ist z.B. zu untersuchen,
inwieweit sich die unterschiedlichen Übertragungsverfahren gegenseitig
beeinflussen.
Algorithmen zur Lokalisierung und Teilnehmerverfolgung (Tracking) für
Location Based Services
Ein gängiger Ansatz, die satellitenbasierte Navigation innerhalb von
Gebäuden zu ermöglichen, wird derzeit unter dem Stichwort <Assisted
GPS> in die bestehenden Mobilfunkstandards GMS/EDGE, CDMA2000,
UMTS integriert. Dabei wird dem GPS-Empfänger ein Teil des GPS
Datensignals über eine zellulare Verbindung übermittelt, um so die
Positionsbestimmung bei schwachen Satellitensignalen zu be-
schleunigen. Die Komplexität im mobilen Endgerät kann minimiert
werden, wenn ein möglichst großer Teil der notwendigen Berechnungen
innerhalb der Netzinfrastruktur erfolgt. Diese Art der Verarbeitung der
Lokalisierungsdaten wird erst durch die Anbindung der mobilen End-
geräte über hochratige UMTS oder WLAN Strecken ermöglicht. Je nach
beabsichtigtem Dienstangebot, erfordert eine sinnvolle Versorgung mit
ortsabhängigen Informationen innerhalb von Gebäuden (wie z.B.
Standinformationen auf einer Messe) meist eine sehr hohe Ge-
nauigkeit der Ortsbestimmung. Erschwert wird dies allerdings durch die
besonders starke Mehrwegeausbreitung innerhalb von Gebäuden.
Daher ist es gegebenenfalls erforderlich, die Daten verschiedener
Systeme miteinander zu kombinieren. Hierzu müssen die Messwerte
des Terminals und verschiedener Basisstationen zusammengeführt
und gemeinsam ausgewertet werden.